Wunderland

Wunderland

Ich tauche ein in eine flirrende verwirrende Welt voller Begierde und Wollust. In einen Wald, unter dessen fast blattlos wirkenden Ästen Pilze sprießen und sich geflügelte Fische tummeln. Die Pilze ragen steif geschwollen in die Höhe. Während zwei Pilze im Hintergrund noch deutlich als solche erkennbar sind, erinnern die Fruchtkörper der beiden im Vordergrund sehr an Phallussymbole: Auf den Stämmen sitzen fast schuppenartig gemusterte Knospen, die oben mittig einen kleinen Schlitz aufweisen und somit der männlichen Eichel sehr nahe kommen. Die langhaarige Waldnymphe, die genüsslich ihre Zunge über einen der beiden Stämme gleiten lässt und mich dabei verwegen ansieht, verstärkt diese Assoziation noch. Rechts hinter ihrem Kopf ist noch eine Gruppe weiterer Gewächse erkennbar, die noch deutlicher erigierte Penisse samt Hoden darstellen.

Wenn ich nun nochmal meinen Blick nach oben in die Baumkrone schweifen lasse, bin ich mir nicht mehr so ganz sicher, ob es sich dabei wirklich um Äste handelt. Das Astwerk erinnert mich nun an die Adern, die bei steigender Lust am männlichen Glied hervortreten. Einmal dabei überdenke ich auch nochmal die Bedeutung der beflügelten Fische, die sich in der linken unteren Ecke tummeln. Hat da eventuell die Waldnymphe ihr lustvolles Werk schon vollendet? Ließ sie einen der Pilze sich bereits ergießen und die Fische auf ihre Reise schicken?

Wunderland
image-982