Boyshopping

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Was darf es denn heute sein? Die Dame, deren linke Körperhälfte am rechten Bildrand zu erkennen ist, scheint sich diese Frage gerade zu stellen. Sie trägt ein schwarzes, schulterfreies und knielanges Kleid. Auf ihrer linken Schulter hängen drei Papiertüten, die von einer bereits erfolgreichen Shopping-Tour zeugen. Ihre blonden Haare sind in einem hohen Pferdeschwanz zusammengefasst. Sie steht vor einem Schaufenster mit der Aufschrift „Popping Queen“. Vom Wort „Popping“ ist allerdings nur die untere Hälfte der Buchstaben erkennbar, da der Rest über den oberen Bildrand hinaus ragt. Vom Wort „Queen“ sind lediglich die ersten beiden Buchstaben erkennbar, da der Rest vom Kopf der Dame verdeckt wird. Die Aufschrift ist mit einem barock anmutenden Muster unter dem ersten Wort verziert. Der Strich vom Q scheint in eine Verzierung unter dem zweiten Wort überzugehen.

In dem Schaufenster hängen sechs hochformatige Bilder – etwa Größe A2 – in zwei Reihen übereinander. Von den beiden ganz links ist allerdings nur noch der rechte Rand erkennbar. Umso interessanter ist, was die Übrigen präsentieren. Lauter nackte durchtrainierte männliche Schönheiten – von denen Frau einen Teil des Prachtkörpers zu sehen bekommt. Die Gesichter sind nicht erkennbar. Oben links, im Vierfüßlerstand sein nacktes Gesäß präsentierend, „C. Lingus“ – wie die Beschriftung links unter dem Bild ausweist. Rechts unter dem Bild ist schräg das Preisschild aufgeklebt: 500€ soll das Abenteuer kosten.

Darunter „B. Beauty“, der der geneigten Kundin seinen dunklen Rücken präsentiert. Kniend auf dem rechten Bein, den rechten Ellenbogen auf das aufgestellte linke Knie gestützt. Mit dem linken ausgestreckten Arm stützt er sich leicht nach hinten ab. Ebenfalls 500€.

Oben rechts, ebenfalls den Rücken zugewandt, ein Herr in halb liegender Position. Er stützt sich auf seinen rechten Arm, der allerdings, wie auch das Preisschild, von der Schulter der interessierten Dame vor dem Schaufenster verdeckt wird. Sein rechtes Bein ist ausgestreckt. Seinen linken Arm hat er locker auf seinen nach vorne gerichteten linken Oberschenkel abgelegt. Durch diese Beinhaltung kommt vorzüglich sein Po zur Geltung. Seine genaue Bezeichnung kann ich nicht ganz sicher entziffern: Irgendetwas wie „R. Immen“.

Rechts unten kniet noch ein Herr ohne genauere Bezeichnung auf beiden Beinen. Lediglich sein wohlgeformter Hintern und der untere Teil seines Rückens sind erkennbar. Der Rest vom Körper wird durch die Einkaufstüten der Dame verdeckt.

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