Blind Simulation

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Ich schaue auf. Über ihr ragt die wohl bekannteste Silhouette Leipzigs – der Uni-Riese – empor. Dieses vielstöckige Hochhaus mit dem Dach, das an eine Skispringschanze erinnert. Von ihm hat man einen wunderbaren Ausblick über die ganze Stadt. Aber was interessiert mich diese Aussicht? Was sich direkt vor mir befindet ist wesentlich reizvoller!
Ich knie zu Füßen einer Lady in Black. Ihre fast überdimensional große schwarze Lederhandtasche hängt in der Ellenbogenbeuge ihres rechten Armes. Mit dem linken Ellenbogen hat sie sich leicht an der Mauer abgestützt, die Hand, unter ihrem schwarzen Pferdeschwanz verborgen, stützt ihren Hinterkopf. Ihr Blick scheint sich leicht versonnen nach schräg oben in den Himmel zu richten, doch ihre Augen sind hinter der großen schwarzen Retro- Sonnenbrille verborgen. Auf dem Kopf trägt sie eine kleine schwarze Schiffchenmütze. Doch ganz besonders gefällt mir ihr kurzes schwarzes Kleid. Es ist schlicht gehalten und endet etwas über der Mitte ihrer Oberschenkel. Mehr ist von ihren Beinen nicht zu sehen. Allerdings hat das schlichte schwarze Kleid ein Detail, das mich völlig in den Bann zieht. Genau mittig vorne hat es einen kleinen Schlitz, um der Lady etwas Beinfreiheit zu gewähren. Mir gewährt dieser Schlitz aus meiner knienden Perspektive allerdings auch etwas: einen tiefen Einblick. Da die schwarze Schönheit kein Höschen trägt, gibt der aufgeklappte Schlitz den Blick frei auf einen weiteren Schlitz zwischen ihren Schenkeln, der lediglich mit ein paar zarten Härchen bedeckt ist.

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