Liebe mit Laufmaschen

Liebe mit Laufmaschen

„Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen die Dinge, wie wir sind.“
Folgen Sie diesem Zitat von Anaïs Nin

und fühlen Sie sich eingeladen, in „unserem Buch und in unseren Bildern, zwischen Sehen und Nichtsehen, zwischen Wahrnehmung und Wahrheit, auf die Suche nach der eigenen Wirklichkeit zu gehen.

Wir interessieren uns für die symbolischen Laufmaschen in den Lebensgeschichten der Menschen und die erotischen Fäden, die sich mit ihnen entspinnen. Jede Laufmasche stellt für uns einen inspirierenden Fehler dar, welcher dem perfekten Entwurf entgegensteht. Der unerwartete, ungewohnte, ungewollte Riss macht mit seiner Metaphorik aus unserer Sicht eine Person oder Situation erst erzählenswert. Dabei reizt es uns, doppelte Böden und irritierende Skurrilitäten zu entdecken. Für uns erscheint nicht nur die Laufmasche faszinierend, sondern auch der Widerhaken, der sie zieht. Die Motive in unseren Texten und Zeichnungen sind jedoch nicht nur erotischer Selbstzweck, sondern sollen immer auch Fragen aufwerfen.

Wenn, wie in unserer Beziehung, eine blinde Frau und ihr sehender Partner gemeinsam kreativ sind, wird ein einzigartiger Dialog über innere Bilder erforderlich, ein außergewöhnliches Herangehen und Ausarbeiten von Ideen, ein Aufbrechen gegenseitiger Sichtweisen. Dieses „blinde Verstehen“ ist uns nicht nur in unserer Zusammenarbeit ein großes Anliegen. Wir wünschen uns Offenheit und Barrierefreiheit. Deshalb enthält unser Kurzgeschichtenband für blinde Interessenten eine beigelegte CD, mit einer digitalen Lesefassung des gesamten Textblocks. Unsere Bilder verstehen wir als einzigartiges Experiment, als Gemeinschaftsarbeit zwischen blinder Zeichnerin und sehendem Zeichner. Sie sind nicht im Buch, sondern ausschließlich in der „Blind-Galerie“ auf unserer Homepage zu finden und wurden für unsere blinden Besucher zusätzlich mit assoziativen Beschreibungen versehen.


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